Generalversammlung am 26.06.2010 14 Uhr
Ort: Häichwirt, Lindenstr. 41 

Informationen zur Generalversammlung am 26.6.2010 => HIER

 

Informationsblatt Quartal 2/2010

Weitere Informationsblätter finden Sie unter => Termine

 

Vergleichsverhandlungen mit Holzvergaser Hersteller kritisch

Nach dem die Genossenschaft erfolgreich die Brandregulierung mit der Allianz-Versicherung vergleichend beendet hat, droht nun Ungemach beim nächsten Thema: Holzvergaser. Dieses Reizthema, das lt. Gutachten brandverursachend scheint, soll auch vergleichend reguliert werden.
Bei einem Gesprächstermin am Freitag, dem 21.5.2010 in Fuldabrück bei Kassel, trafen sich 5 Genossen samt Anwalt mit dem Anwalt der Gegenseite und Herrn Alheid von Fa. Kuntschar. Die Positionen sind recht verfahren. Wobei; wir hoffen noch auf Einsicht des Hersteller; denn die Stimmung der Genossenschaft ist recht angespannt bei diesem Thema. Zu viele Ärgernisse und Wagnisse werden mit dieser Komponente verbunden. 
Pazifistische Kriegserklärung gegen den Allianz-Konzern

Rai-Breitenbach. Mit einem Akt, der zumindest in der deutschen Geschichte bisher einmalig sein dürfte, wehrt sich ein 900-Seelen-Dorf in Südhessen gegen das aus seiner Sicht existenzvernichtende Verhalten eines Konzerns: Die Genossenschaft Bioenergiedorf eG Rai-Breitenbach hat am Sonntag (28.03.2010) dem Allianz Konzern den „gewaltfreien und pazifistischen Krieg“ erklärt. Mit gewaltfreien Mitteln wollen die Betreiber eines Blockheizkraftwerkes mitsamt Nahwärmenetz erreichen, dass ihre  Versicherung sich nach einem Brand im Kraftwerk der eG nicht länger Gesprächen um eine möglichst baldige Schadensregulierung verweigert. ... 

Seit dem 1. Mai 2010 "schweigen die pazifistischen Waffen".
Die Friedensverhandlungen haben zu einem Vergleich zwischen dem Bioenergiedorf und dem Allianz Konzern geführt.
Zum Stand des pazfistischen Kriegsführung siehe die folgenden Seiten und das "Tagebuch"
Ausführliche Informationen zur Pressekonferenz samt digitaler Pressemappe am 28. März 2010 sowie des weiteren Verlaufs der pazifistischen Kriegsführung finden Sie unter der Rubrik => Kriegserklärung; Tagebuch bzw. Presse.
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Herzlich willkommen.
Toll, dass Sie sich über das Bioenergiedorf Breuberg Rai-Breitenbach im Odenwald informieren möchten. Es erwartet Sie ein zukunftsweisendes Vorhaben.

Ein Dorf mit 900 Einwohner und 1200 SchülerInnen stellt seine Energieversorgung auf der Basis von Biomasse um. Daraus erwachsen wird eine starke Gemeinschaft und die regionale Wertschöpfung wird angeregt.

Im August 2008 wurde die Nahwärmeversorgung im Breuberger Stadtteil Rai-Breitenbach für 150 Haushalte, den beiden Schulen inklusive Turnhalle und Hallenbad durch die Bioenergiedorf Breuberg-Rai-Breitenbach e.G. aufgenommen.
Am Ortsrand, auf einer einst landwirtschaftlich genutzten Wiese gegenüber der Georg-Ackermann-Schule, steht ein Gebäude, auf dessen geneigtem Pult-Dach eine Photovoltaik-Anlage montiert ist. Im Inneren des Hauses steckt neueste Technik: ein Biomasseheizkraftwerk. Dieses besteht aus einer Holzhackschnitzelheizanlage sowie einem BHKW mit Holzverstromung, die die Grundversorgung mit Wärme sichert, und einem mit Pflanzenöl betriebenen Spitzen- und Teillastkessel. Mit der Energiegewinnung aus Holzhackschnitzeln, Pflanzenöl und Sonne spart der Ort jährlich ungefähr 650.000 Liter Heizöl und reduziert den Co2-Ausstoß um ca. 2000 Tonnen pro Jahr.

Doch die gesamte Region profitiert von dem Projekt Bioenergiedorf: Die regionale Wertschöpfung erhöht sich, da für den Betrieb der Biomasseanlage Rohstoffe aus dem Odenwald verwendet werden. Die Holzhackschitzel werden aus der Odenwälder Forstwirtschaft bezogen. Dabei werden Arbeitsplätze geschaffen und gesichert. Die Konzentration von Technologiewissen auf diesem innovativen Gebiet führt zur Erschließung neuer Wirtschaftsbereiche im Odenwald. Darüber hinaus kann das Biomasseheizwerk als Demonstrationsobjekt für Schüler genutzt werden und Gäste der Region oder aus der Jugendherberge Burg Breuberg können sich informieren.

Damit auch die Einwohner Rai-Breitenbachs von der Biomasseanlage profitieren, wurde ein ca. 7,5 Kilometer langes, neues Nahwärmenetz verlegt. Durch das Biomasseheizwerk ist das Dorf unabhängiger von fossilen Energieträgern.

Die Idee für dieses außergewöhnliche Projekt hatte Horst Stapp, Ortsvorsteher in Breuberg-Rai-Breitenbach im Jahr 2005.
Horst Stapp und seinen Mitstreitern gelang es, die Einwohner des Breuberger Stadtteils von dieser Vision zu überzeugen. 150 Haus- und Grundstückbesitzer entschieden sich Mitglied in der Genossenschaft „Bioenergiedorf Breuberg-Rai-Breitenbach“ zu werden und zahlten ihren ersten Geschäftsanteil. So konnte am 2. Juli 2006 die Genossenschaft gegründet werden, die später das 3,2 Millionen Euro teure Projekt finanzieren würde. „Die Genossenschaft brachte 550.000 Euro Eigenkapital auf, während das Land 280.000 Euro Zuschuss für unser Bioenergiedorf gab“, berichtet Horst Stapp. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau wurde der restliche Betrag finanziert.

In nur 15 Monaten Bauzeit entstand die Anlage, die fachlich von regionalen Firmen umgesetzt wurde. Sowohl beim Spatenstich wie auch bei der Einweihung des Biomasseheizkraftwerkes war Dr. Hermann Scheer, Mitglied des Deutschen Bundestages und Vorsitzender von Eurosolar, vor Ort und gab den Akteuren Rückendeckung. Nach seiner Ansicht gehören ähnliche Projekte wie in Rai-Breitenbach in jedes Dorf. Landrat Horst Schnur lobte bei der Einweihung das Projekt Bioenergiedorf und hob hervor, dass der Odenwald auch durch dieses Projekt mehr und mehr zu einer der führenden Adressen auf dem Gebiet der Biomasse-Technologie in Hessen geworden ist.
Das Biomasseheizkraftwerk ist seit August 2008 am Netz ist.
Das Interesse am Modellprojekt der Rai-Breitenbracher geht über die Region hinaus; neben kommunalpolitischen Gruppierungen aller Parteien haben schon japanische, holländische, brasilianische und indische Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegationen das Bioenergiedorf besucht und damit immer auch die lokale Gastronomie gestärkt.


 
  

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